Facebook
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Facebook – neuer Fokus auf Mehrwert

Algorithmusänderung, die 100.ste

Und wiedereinmal ändert Facebook seinen Algorithmus – zum gefühlten 100. Mal. Während es vorher in Richtung Marketing und Business ging, will Zuckerberg jetzt wieder zurückrudern. Facebook soll wieder mehr „privat“, „freundschaftlicher“ werden.

Soll im Kurztext heissen: Im Feed werden dann nur mehr bevorzugt News der Freunde angezeigt – und da wiederum bevorzugt die mit der meisten Interaktion. Je mehr Likes und Kommentare, desto höher wird der Post gerankt. Also weg vom schnöden Kommerz, hin zu Friede, Freude, Eierkuchen?

Mitnichten. Facebook ist ein Mega-Unternehmen und zwangsläufig auf Gewinn orientiert. Mit Familienbildern, dem Schnappschuss von Nachbars Katze oder dem frisch gebackenen Geburtstagskuchen wird es sicher keine Einnahmen in die Firmenkasse spülen.

Werbung auf Facebook wird somit für Unternehmer essentieller denn je um sichtbar zu bleiben. Die Anzahl der Werbeplätze ist kontingentiert was das Ganze dann schlussendlich auch teuerer macht. Wenn man heute mit einem kleinen Budget ganz gute Sichtbarkeit erreicht, wird man morgen wahrscheinlich tiefer ins Börsel greifen müssen um da noch ranzukommen. Gefinkelt. Man wirbt mit mehr Wohlbefinden auf Facebook, redet über Verantwortung, treibt aber gleichzeitig damit die Werbeeinnahmen hinauf.

 

Was heisst das jetzt konkret für uns Unternehmer?

Wer weiterhin auf Facebook präsent sein will muss jetzt noch besser seine Zielgruppe kennen und definieren. Es reicht nicht mehr nur ein Land, eine große Altersgruppe und ähnliches anzugeben. Hier muss man wirklich ins Detail gehen. Prinzipiell sollte ja sowieso jeder von uns seinen Wunschkunden/seine Zielgruppe als Avatar vor Augen haben: wie sieht er aus, was interessiert ihn, was arbeitet er, Lebensstil, Wohnsituation, Bildung, Einstellung,…  Bei der Werbung auf Facebook kann man diese Eigenschaften berücksichtigen. Entweder im Werbeanzeigen-Manager oder einfach bei „Beitrag bewerben“. Je genauer man definiert, desto besser.

Die Werbe-Konkurrenz wird jetzt noch härter werden: wer mehr Budget hat und die bessere Strategie, gewinnt. Firmen mit einem großen Werbe-Etat wird das ziemlich kalt lassen, aber für Kleinunternehmer bedeutet das genau zu kalkulieren. Vor allem: eine Kosten-Nutzen-Rechnung aufstellen. Bringt es mir was, monatlich für xx€ auf Facebook zu werben? Wieviele Kunden/Aufträge habe ich damit generiert? Wieviel Gewinn habe ich mit meinem Webeausgaben konkret erzielt?

Bringt die Werbung auch mit guter Strategie und nach einigen Tests nichts, dann weg damit.

 

Sich deswegen jetzt mit allen Geschäftspartnern befreunden?

Da gehen die Meinungen auseinander. Es gibt ein Für und Wider. Manche sagen, dass das nicht seriös ist, manche sagen, dass Geschäftsbeziehungen auch mit einer Art Freundschaft zu tun haben. Ich sage: das kommt immer auf mein Gegenüber an. Wenn man sich innerhalb einer Gruppe trifft, sich austauscht, vielleicht Kooperationen eingeht – warum nicht auch eine Freundschaftsanfrage stellen? Das private Profil kann man ja so einstellen, dass nicht alle auch alles sehen, bzw man kann seine Freunde definieren und somit festlegen, was sie sehen können.

Sind es wirklich rein geschäftliche Kontakte dann rate ich davon ab, gleich eine Freundschaftsanfrage zu stellen. Dann lasse ich auch die weitere Kommunikation per Mail weiterlaufen: Angebote, Rechnungen und Auftragsdetails oder sogar Zugangsdaten für Websiten haben im Messenger einfach nichts zu suchen. Datenschutz ist hier das Stichwort!

 

Werben auf Facebook

Inzwischen gibt es mehrere Möglichkeiten, auf FB zu werben. Der Klassiker ist „Beitrag bewerben“. Hier geht es darum, einen schon erstellten Post mehr Sichtbarkeit zu geben. Gleich am Anfang kann man aber auch definieren, was genau man mit dem Beitrag für Ergebnisse erzielen will, z.B. mehr Interaktion.

Dann gibt es noch die Möglichkeit eine fortlaufende Promotion zu erstellen, also quasi eine Dauer-Werbesendung. Man kann seine Seite hervorheben, mehr Nachrichten erhalten, mehr Websiten-Besucher generieren oder mehr Kundenkontakte.

 

  Facebook

 

„Kenne deine Zielgruppe“ wird bei diesen Möglichkeiten wichtiger denn je. Und dann braucht es noch ein bisschen Hintergrundwissen:

Die höchsten Klickraten erzielen :

  • Optisch ansprechende Fotos mit hochwertigen Produkten (geht immer!)
  • Bilder mit Frauen
  • Nahaufnahmen (Details machen das Bild erst interessant!)
  • Bilder mit einheitlichem Hintergrund oder Natur als Hintergrund
  • Bilder mit Lila und Gelb, gefolgt von schwarz und grün. Schlecht: blau

Darüber hinaus muss man sich eine Strategie zurechtlegen: wann ist meine Zielgruppe meist auf FB unterwegs? Was spricht sie optisch an, wie erreiche ich sie sprachlich am Besten? Wenn die Zielgruppe trotz allem relativ groß ist, empfiehlt es sich, sie zu teilen und zwei Kampagnen zu machen. Kleinster gemeinsamer Nenner reicht bei FB-Werbung einfach nicht mehr aus.

 

Testen, Testen, Testen.

Die absolut richtige Werbe-Strategie gibt es so nicht, die muss jeder für sich selbst herausfinden. Am Besten, ihr testet euch durch: was geht, was bringt Klicks, Interaktionen, Käufe? Was geht gar nicht? Wieviel Budget brauche ich um meine Ziele zu erreichen? Wie lange muss ich die Werbung schalten?  Es wird einige Zeit dauern, bis man da den Bogen raus hat. Dann sollte es aber nach wie vor gut funktionieren.

 

Alternativen

Facebook ist nicht der Nabel der (Geschäfts-)Welt! Wenn ihr die Zeit und das Geld nicht investieren wollt, dann stehen euch auch viele andere Möglichkeiten offen. FB erleichtert zwar vieles und ist mit seinen Gruppen und dem Messenger ein tolles Kommunikations-und Austausch-Tool aber jetzt auch nicht das Mittel der Wahl um Kunden zu generieren.

Konzentriert euch mehr auf eure Website, fügt einen Shop hinzu! Da habt ihr die volle Kontrolle und es fallen auch Werbe- und Shop-Gebühren (wie z.B. bei DaWanda und CO) weg. Eure Website ist eure Visitenkarte – es lohnt sich also, eher hier zu investieren! Da empfehle ich wärmstens WordPress (selbstgehostet) und als Shop WooCommerce.

Macht superschöne, gute Fotos und teilt die auf anderen Netzwerken. Inzwischen ist Pinterest DIE Suchmaschine geworden, teilweise noch vor Google. Hier dauert es zwar ein wenig länger, bis man sichtbar wird, dafür lohnt es sich aber umso mehr.

 

Fazit: Facebook bringt uns wieder die schöne, heile Welt und schraubt damit die Werbekosten in die Höhe. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: mitmachen und seine Werbestrategie top-optimieren oder auf die Alternativen setzen und damit unabhängiger von FB werden. Denn: die nächste Algorithmusänderung bei Facebook kommt bestimmt!

 

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